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CBAM-Verordnung: Funktionsweise und Weerg-Konformität

CBAM

Die CBAM-Verordnung (Carbon Border Adjustment Mechanism) ist eine der zentralen Säulen der europäischen Strategie zur Dekarbonisierung der Industrie und zum Schutz der Wettbewerbsfähigkeit von Unternehmen, die innerhalb der Europäischen Union nachhaltig produzieren.

Eingeführt von der Europäischen Union, wirkt sich CBAM direkt auf energieintensive industrielle Wertschöpfungsketten sowie auf Unternehmen aus, die Materialien und Halbfertigprodukte aus Nicht-EU-Ländern importieren.

In diesem Artikel betrachten wir:

Was ist die CBAM-Verordnung?

CBAM ist ein CO₂-Grenzausgleichsmechanismus mit dem Ziel:
  • die globalen CO₂-Emissionen zu reduzieren,

  • Carbon Leakage zu vermeiden (Verlagerung der Produktion in Länder mit weniger strengen Umweltvorschriften),

  • faire Wettbewerbsbedingungen zwischen EU- und Nicht-EU-Produzenten sicherzustellen.

In der Praxis führt CBAM einen CO₂-Preis auf die Importe bestimmter emissionsintensiver Güter ein und gleicht diesen an die Kosten an, die europäische Hersteller bereits über das ETS (Emissionshandelssystem) tragen.

Welche Sektoren sind von CBAM BETROFFEN?

In der Anfangsphase gilt die CBAM-Verordnung für als CO₂-intensiv eingestufte Industriesektoren, darunter:

  • Stahl und Gusseisen

  • Aluminium

  • Zement

  • Düngemittel

  • Wasserstoff

  • Elektrizität

Diese Materialien bilden die Grundlage zahlreicher industrieller Wertschöpfungsketten, einschließlich Maschinenbau, Komponentenfertigung und Auftragsproduktion.

WIE FUNKTIONIERT DER CBAM-MECHANISMUS?

Der CBAM-Mechanismus basiert auf drei zentralen Elementen:

1) Berechnung der eingebetteten Emissionen

Für jedes importierte Gut wird die während der Produktion im Ursprungsland verursachte CO₂-Menge geschätzt.

2) VERPFLICHTENDE MELDUNG

Importeure müssen die eingebetteten Emissionen der importierten Waren regelmäßig melden.

3) ERWERB VON CBAM-ZERTIFIKATEN

Wurden die Emissionen im Ursprungsland noch nicht kompensiert, muss der Importeur CBAM-Zertifikate erwerben, deren Wert an den CO₂-Preis im europäischen ETS-Markt gekoppelt ist.

Zeitplan der CBAM-Verordnung

Die Einführung der Verordnung erfolgt schrittweise:

Übergangsphase (2023–2025)

  • Verpflichtung zu Monitoring und Berichterstattung

  • kein Erwerb von Zertifikaten erforderlich

Operative Phase (ab 2026)

  • Verpflichtung zum Kauf von CBAM-Zertifikaten

  • vollständige Anwendung des Mechanismus

  • Tatsächlicher Erwerb und Einsatz von CBAM-Zertifikaten: ab dem 1. Februar 2027, zur Abdeckung der in den im Jahr 2026 importierten Waren enthaltenen Emissionen (einschliesslich Aluminium).

Damit wird das Jahr 2026 zu einem Schlüsseljahr für die Compliance (Datenerhebung, Systeme und Prozesse), auch wenn die erste finanzielle Belastung bzw. das Zertifikatsmanagement erst 2027 beginnt.

Was sich für FERTIGUNGSUNTERNEHMEN ÄNDERT

CBAM betrifft nicht nur direkte Importeure, sondern wirkt sich auf die gesamte Wertschöpfungskette aus:

  • stärkere Fokussierung auf die Herkunft der Materialien

  • erhöhte Anforderungen an die Transparenz von Umweltdaten

  • Bevorzugung europäischer oder konformer Lieferanten

  • Förderung nachhaltiger und nachvollziehbarer Lieferketten

Für viele Unternehmen wird die Wahl bereits konformer Produktionspartner zu einem klaren Wettbewerbsvorteil.

Warum Weerg CBAM-konform ist

Weerg arbeitet nach einem vollständig europäischen Produktionsmodell mit Standorten, Prozessen und Kontrollen, die den Umweltvorschriften der EU entsprechen.

ZENTRALE ELEMENTE DER WEERG-KONFORMITÄT:

  • Produktion in Europa
    → keine direkte Abhängigkeit von CBAM-kritischen Importen

  • Rückverfolgbare und digitalisierte Industrieprozesse
    → transparente Überwachung von Materialien, Prozessen und Energie

  • Fortschrittliche Fertigungstechnologien

    • industrielle 3D-Druckverfahren (MJF, SLS, SLA)

    • hocheffiziente CNC-Bearbeitung
      → Optimierung des Energieverbrauchs und Reduzierung von Abfällen

  • Transparente Lieferkette
    → Auswahl von Materialien gemäß EU-Standards

Dadurch kann Weerg CBAM-konforme Bauteile liefern – ohne regulatorische Risiken für die Kunden.

Warum die CBAM-Konformität ein Vorteil FÜR WEERG-KUNDEN IST

Die Wahl eines CBAM-konformen Produktionspartners bedeutet:

  • Vermeidung bürokratischer Komplexität

  • Reduzierung des Risikos unerwarteter Kosten durch Zertifikate

  • Sicherstellung der Lieferkontinuität

  • Ausrichtung an ESG- und Nachhaltigkeitsstrategien

  • Schutz der langfristigen Wettbewerbsfähigkeit

In einem Marktumfeld, in dem Nachhaltigkeit zunehmend Voraussetzung ist, wird regulatorische Konformität zu einem integralen Bestandteil der Servicequalität.

CBAM und digitale Fertigung: eine klare Richtung

Die CBAM-Verordnung beschleunigt einen bereits laufenden Wandel:

  • lokale und bedarfsgerechte Produktion

  • Reduzierung transportbedingter Emissionen

  • Materialoptimierung

  • Digitalisierung der Prozesse

Die digitale Fertigung, auf der das Geschäftsmodell von Weerg basiert, ist von Natur aus auf diese Ziele ausgerichtet.

Fazit

Die CBAM-Verordnung markiert einen grundlegenden Schritt hin zu einer nachhaltigeren, transparenteren und wettbewerbsfähigeren europäischen Industrie.
Ab 2026 ist Konformität keine Option mehr, sondern eine notwendige Voraussetzung für einen risikofreien Geschäftsbetrieb.

Weerg ist bereits CBAM-konform dank:

  • europäischer Produktion

  • effizienten Prozessen

  • Rückverfolgbarkeit

  • starkem Fokus auf Nachhaltigkeit

 

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FAQ zu CBAM-VERORDNUNG

Wann tritt CBAM in Kraft?

Ab dem 1. Januar 2026 ist CBAM vollständig in Kraft.
Betroffene Unternehmen müssen:

  • die in importierten Waren enthaltenen Emissionen melden

  • CBAM-Zertifikate erwerben, sofern die Emissionen im Ursprungsland nicht bereits kompensiert wurden

Wie hoch sind die Kosten der CO₂-Abgabe (CBAM)?

Die Kosten der CBAM-CO₂-Abgabe sind nicht festgelegt, sondern hängen vom CO₂-Preis im europäischen ETS-System ab.
Für 2026 wird ein durchschnittlicher CO₂-Preis von etwa 70 bis 100 € pro Tonne CO₂ erwartet.

Die tatsächlichen Kosten für ein Unternehmen hängen ab von:

  • der Menge der in der importierten Ware enthaltenen Emissionen

  • einer bereits im Ursprungsland gezahlten CO₂-Bepreisung

  • dem ETS-Preis zum Zeitpunkt des Kaufs der CBAM-Zertifikate

Was ist die CBAM-Abgabe und wie funktioniert sie?

CBAM (Carbon Border Adjustment Mechanism) ist eine CO₂-Abgabe auf Importe von emissionsintensiven Gütern in die Europäische Union.

So funktioniert sie:

  • der Importeur berechnet die bei der Herstellung der importierten Ware entstandenen CO₂-Emissionen

  • Meldung der Emissionen an die EU-Behörden

  • Erwerb von CBAM-Zertifikaten in Höhe der nicht kompensierten Emissionen

  • die Kosten der Zertifikate orientieren sich am europäischen ETS-Preis

Wozu dient CBAM?

CBAM dient dazu:

  • die globalen CO₂-Emissionen zu reduzieren

  • Carbon Leakage zu verhindern (Verlagerung in weniger regulierte Länder)

  • fairen Wettbewerb zwischen EU- und Nicht-EU-Produzenten sicherzustellen

  • nachhaltige Produktion und emissionsarme Lieferketten zu fördern

  • den internationalen Handel an die europäischen Klimaziele anzupassen

In der Praxis macht CBAM die Umweltkosten von CO₂ zu einem realen wirtschaftlichen Faktor bei Beschaffungsentscheidungen.

 

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